Social Media gehört Dir nicht. Warum eine eigene Website die einzige Adresse ist, die Dir niemand wegnehmen kann.
Instagram läuft, über Facebook kommen Anfragen und Deine Arbeit ist auf Social Media sichtbar. Warum also noch Geld und Zeit in eine Website stecken? Weil Social Media ein guter Kanal ist – aber ein ziemlich schlechter Ort, um Dein ganzes Business darauf aufzubauen.
Vielleicht kennst Du das: Du hast ein gut gepflegtes Instagram-Profil oder eine Facebook-Seite, zeigst dort regelmäßig Deine Arbeit und Deine Kunden finden Dich sowieso über Social Media.
Eine Website fühlt sich dagegen erst einmal nach zusätzlicher Arbeit an.
Also: Brauchst Du wirklich eine?
Die kurze Antwort: Nicht zwingend, um zu starten. Aber ziemlich sicher, wenn Dein Business wachsen und unabhängiger werden soll.
Und falls bei Dir Facebook besser läuft als Instagram: Das Gleiche gilt dort genauso. Instagram steht hier stellvertretend für Social Media – und vor allem für eines: Du baust Dein Business auf einer Plattform auf, die Dir nicht gehört.
Instagram und Facebook können großartig funktionieren. Trotzdem bestimmst nicht Du, was dort passiert.
Meta entscheidet, wem Deine Beiträge gezeigt werden. Funktionen kommen und gehen. Reichweite verändert sich. Im schlimmsten Fall wird Dein Account eingeschränkt, gesperrt oder verschwindet.
Deine Website funktioniert anders. Dort bestimmst Du über Inhalte, Aufbau und darüber, wohin Du Deine Besucher führst.
Social Media ist ein Kanal. Deine Website ist Dein Zuhause im Netz.
Das heißt nicht, dass Du Instagram oder Facebook aufgeben sollst. Im Gegenteil: Beides kann wunderbar mit Deiner Website zusammenspielen.
Nur sollte Dein komplettes Business nicht davon abhängen, ob ein Algorithmus heute gute Laune hat.
Stell Dir vor, jemand entdeckt Dich heute zum ersten Mal.
Was machst Du genau? Für wen arbeitest Du? Was kostet das ungefähr? Wie läuft eine Zusammenarbeit ab? Welche Projekte hast Du bereits umgesetzt? Wie kann man Dich kontaktieren?
Auf Instagram stehen die Antworten vielleicht irgendwo.
In Deiner Bio. In einem angepinnten Beitrag. In einem Highlight. In einem Post von vor vier Monaten.
Auf Facebook sieht es oft nicht viel anders aus: Informationen verteilen sich auf Infobereich, Beiträge, Bilder und Kommentare.
Auf einer guten Website stehen sie genau dort, wo jemand sie erwartet.
Öffne Dein Instagram- oder Facebook-Profil so, als würdest Du Dich überhaupt nicht kennen.
Kann jemand innerhalb weniger Minuten verstehen, was Du anbietest, für wen, zu welchem ungefähren Preis und wie der nächste Schritt aussieht?
Wenn man dafür erst fünf Highlights, zwölf Beiträge oder den halben Feed durchsuchen muss, übernimmt eine Website einen ziemlich wichtigen Job.
Nicht jeder sucht auf Instagram oder Facebook nach einem Fotografen, Hundesalon, Coach, Ferienhaus oder Webdesigner.
Manche googeln einfach.
Und dort kann Deine Website auftauchen – mit einer konkreten Leistung, einem hilfreichen Blogartikel oder einer Seite, die genau die Frage beantwortet, die jemand gerade in die Suchleiste getippt hat.
Ein Social-Media-Post lebt oft vor allem im Moment.
Eine gute Website kann noch Monate oder Jahre später gefunden werden.
Das macht sie nicht automatisch besser als Social Media. Aber sie erledigt einen anderen Job.
Social Media lebt von Aktivität.
Posten. Stories. Antworten. Nachrichten. Wieder sichtbar werden.
Eine Website verlangt nicht jeden Morgen ein Lebenszeichen von Dir.
Sie erklärt Dein Angebot, zeigt Deine Arbeit, beantwortet typische Fragen, nennt Preise oder Preisspannen und bietet eine Kontaktmöglichkeit – auch wenn Du gerade nicht online bist.
Und genau das ist für mich einer der größten Unterschiede:
Du musst nicht jedes Mal persönlich bei null anfangen.
Wer Dir schreibt, kann vorher schon wissen, was Du machst, wie Du arbeitest und ob Dein Angebot grundsätzlich passt.
Du brauchst keine Website statt Instagram oder Facebook.
Im besten Fall schickst Du Menschen von Social Media auf Deine Website, wenn sie mehr wissen wollen. Und jemand, der Dich über Google findet, kann anschließend auf Instagram oder Facebook sehen, wie Du arbeitest und wer hinter dem Business steckt.
Beide übernehmen unterschiedliche Aufgaben:
Social Media zeigt Persönlichkeit, aktuelle Arbeit und hält den Kontakt.
Deine Website erklärt, sortiert, wird gefunden und führt zur Anfrage.
Das ist wesentlich entspannter, als von einem einzigen Kanal zu erwarten, dass er alles gleichzeitig erledigt.
Dann musst Du nicht morgen panisch eine Website bauen.
Wenn Du gerade erst startest, genug passende Anfragen bekommst und Social Media für Dich funktioniert: wunderbar.
Eine Website ist kein magischer Business-Meilenstein, den Du abhaken musst, damit Dein Unternehmen plötzlich „professionell genug“ ist.
Interessant wird sie dann, wenn Du merkst:
Dann ist Social Media nicht plötzlich schlecht geworden. Dein Business ist ihm nur ein Stück entwachsen.
Wenn Du an diesem Punkt bist und nicht weißt, wie viel Website Du überhaupt brauchst: schreib mir. Ich sage Dir auch ehrlich, wenn für Dein Business ein kleiner OnePager völlig ausreicht.
Ich baue Websites für Selbstständige und kleine Unternehmen — persönlich, ehrlich und ohne Fachchinesisch. Hier schreibe ich über alles, was ich sonst per Nachricht erkläre.
Schreib mir, wo Du gerade stehst — Du bekommst eine ehrliche Einschätzung und ein klares Angebot.